Arbeit? Welche Arbeit?

Heute, am 15.4 beginnt meine zweite Arbeitswoche hier in Südafrika, seit zehn Tagen lebe ich nun das, was ich mir als größtes Abenteuer meines kurzen Lebens vorgestellt habe.  Und ich muss sagen, langsam stellt sich Ernüchterung ein. Um euch zu zeigen warum, Liste ich mal meinen normalen Tagesverlauf der letzten Woche auf: 6:30 – Wecker klingelt, ich bin zu müde und drücke auf die Schlummer-Taste. 6:40 – Wecker klingelt zum zweiten Mal, ich steh auf. 6:45 – Ich fülle die Badewanne zu knapp 10% mit Wasser, zum Teil aus dem Kochtopf, zum Teil aus dem spärlich fliesenden Wasserhahn.  Mehr Wasser ist nicht drinnen, es würde einfach zu lange dauern, zwei Ladungen heißes Wasser zu kochen. 6:55 – Ich wasche mich mit einem Lappen und mach mich...

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Welcome to Orange Farm

Da bin ich also; Orange Farm, Township, mitten in einer der kriminellsten Gegenden der Welt. Und es ist beeindruckend. Als man mir gesagt hat, ich würde nicht in einen Vorort, sondern direkt ins Township kommen, musste ich erst einmal schlucken. Ihr kennt wohl alle die Vorurteile, die man in Deutschland von diesen Enklaven hat. Wellblechhütten, kein Strom, kein fließend Wasser, Mörder und Vergewaltiger an jeder Straßenecke. Nun, ich müsste lügen, wenn ich sage, dass dies alles nicht stimmt. Es gibt hier tatsächlich solche Stellen, auch in Orange Farm.  Hier leben mehr Menschen als in einer deutschen Kleinstadt, und ähnlich vielseitig sind auch hier die Facetten. Ich wohne hier bei Lonia, einer sehr netten und herzlichen Frau, die ich auf um die 40...

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Arrvial Camp

Finally. Mit zwölf anderen Freiwilligen stehe ich am Flughafen Johannesburg und warte auf den Weitertransport zu unserem Hotel. Es war ein ziemlicher Kampf hierher zu kommen: Probleme mit dem Visum, zwei Verschiebungen, und besonders ruhig war der Flug am Ende auch nicht. Drei von uns ursprünglich 16 haben es nicht geschafft mitzukommen und reisen hoffentlich im August nach. Und der Rest von uns steht am Flughafen und… friert! Da kommt man aus dem eiskalten, verschneiten Deutschland nach Afrika und hat dieselben Temperaturen wie zuhause, so war das nicht abgemacht. Wir werden recht bald mit einem Bus abgeholt und zusammen mit einem AFS-Mitarbeiter zu unserem Arrival Camp gefahren. Und Camp trifft es erstaunlich gut. Während die Vorbereitungswochenenden in...

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